26.08.26 – Skills4Circularity

Neue Trainingsmodule für die textile Transformation

Das Erasmus+-Projekt Skills4Circularity entwickelt derzeit auf Basis fundierter Analyseergebnisse drei praxisorientierte Trainingsmodule zu den Themen Recyclingtechnologien, Ökodesign für die Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion.

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Im zweiten Modul richtet sich der Blick auf die Produktentwicklung als entscheidenden Hebel für die Kreislaufwirtschaft. © IVGT, KI-generiert

 

Die Inhalte des ersten Moduls „Recyclingtechnologien“ wurden inzwischen erarbeitet und gemeinsam mit Industrievertretern im Praxistest geprüft mit dem Ziel, Kenntnisse zu gesetzlichen Anforderungen, Materialsortierung und der Aufbereitung von Textilabfällen zu vermitteln.

Zweites Modul „Ökodesign für die Kreislaufwirtschaft“

 Hierauf aufbauend wurden die Inhalte des zweiten Moduls „Ökodesign für die Kreislaufwirtschaft“ entwickelt und gemeinsam mit Industrievertretern in mehreren Workshops diskutiert. Das Modul zeigt, wie sich die absehbaren regulatorischen Anforderungen bereits heute in konkrete Designentscheidungen für Textilien übersetzen lassen. Es erläutert den Einsatz der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) bei der Material- und Verfahrensauswahl sowie die Umsetzung der Rückverfolgbarkeit entlang der textilen Wertschöpfungskette. Zugleich verdeutlicht es, wie Produktentscheidungen die spätere Wiederverwendung, Reparatur und das Recycling von Textilien beeinflussen. Das zweite Modul knüpft unmittelbar an das vierte Kapitel des ersten Moduls an, das die Koordination entlang der textilen Recyclingkette behandelt. Während dort die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette im Mittelpunkt steht, richtet sich der Blick nun auf die Produktentwicklung als entscheidenden Hebel für die Kreislaufwirtschaft. Geschlossene Materialkreisläufe setzen nicht nur eine enge Abstimmung von Materialinformationen, Logistik und organisatorischen Abläufen voraus, sondern auch ein frühzeitig auf die Kreislaufwirtschaft ausgerichtetes Produktdesign. Das Modul zeigt, wie bereits in der Entwicklungsphase die Voraussetzungen geschaffen werden können, damit Textilien nach ihrem Erstgebrauch möglichst hochwertig wiederverwendet, repariert oder recycelt werden können.
Nachdem das erste Trainingsmodul die regulatorischen Grundlagen der Kreislaufwirtschaft sowie moderne Sammel-, Sortier- und Recyclingtechnologien behandelt hat, widmet sich das zweite Modul den Anforderungen an ein kreislauffähiges Produktdesign. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung regulatorischer Vorgaben, der Einsatz der Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) zur Auswahl geeigneter Textilmaterialien und -verfahren, die Rückverfolgbarkeit entlang der textilen Wertschöpfungskette sowie die Berücksichtigung des späteren Produktlebensendes bereits während der Produktentwicklung.

Skills4Circularity - die Module im Überblick

Modul 1: Recyclingtechnologien vermittelt die Grundlagen der Kreislaufwirtschaft – von den regulatorischen Anforderungen über Sammlung und Sortierung bis zu mechanischen, chemischen und thermischen Recyclingverfahren.

Modul 2: Ökodesign für die Kreislaufwirtschaft zeigt, wie kreislauffähige Textilien bereits in der Produktentwicklung entstehen – durch Ökodesign, den Einsatz der Ökobilanz (LCA), Rückverfolgbarkeit und End-of-Life-Denken.

Modul 3: Nachhaltige Produktion (Sustainable Manufacturing) behandelt ressourceneffiziente Produktionsprozesse sowie Strategien zur Verringerung von Umweltwirkungen entlang der textilen Wertschöpfungskette.

Ausblick

Das dritte Modul, dessen Erarbeitung im Herbst beginnt, wird sich mit der nachhaltigen Produktion befassen und die Trainingsreihe um ressourceneffiziente Produktionsprozesse und deren praktische Umsetzung in Unternehmen ergänzen.

Kostenlose Teilnahmemöglichkeit

 Interessierte können sich für die kostenlose Teilnahme an den vier Workshops des Moduls 3 „Nachhaltige Produktion (Sustainable Manufacturing)“ hier anmelden

 www.skills4circularity.com, www.ivgt.de