03/03/2016

Statistisches Bundesamt: Das sind Deutschlands wichtigste Handelspartner

Die USA, Frankreich und die Niederlande waren im Jahr 2015 die wichtigsten Handelspartner (Exporte und Importe). Nach Deutschland importiert wurden die meisten Waren im Jahr 2015 erwartungsgemäß aus der Volksrepublik China. Die Textilbranche generierte 2015 Exportzuwächse in die EU und in die USA.  

Im Jahr 2015 wurden nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 173,2 Milliarden Euro zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten gehandelt (Exporte und Importe). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren damit die Vereinigten Staaten im Jahr 2015 Deutschlands wichtigster Handelspartner, gefolgt von Frankreich mit einem Warenverkehr in Höhe von 170,1 Milliarden Euro und die Niederlande mit einem Außenhandelsumsatz von 167,6 Milliarden Euro. 

Die Vereinigten Staaten waren im Jahr 2015 wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren. Güter im Wert von 113,9 Milliarden Euro wurden von Deutschland in die Vereinigten Staaten exportiert. Auf den Plätzen zwei und drei der bedeutendsten deutschen Exportländer lagen Frankreich (103,0 Milliarden Euro) und das Vereinigte Königreich (89,3 Milliarden Euro). 

Nach Deutschland importiert wurden die meisten Waren im Jahr 2015 aus der Volksrepublik China (91,5 Milliarden Euro). Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Lieferländer lagen die Niederlande (88,1 Milliarden Euro) und Frankreich (67,0 Milliarden Euro). 

Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland im Jahr 2015 mit den Vereinigten Staaten (54,6 Milliarden Euro), dem Vereinigten Königreich (51,0 Milliarden Euro) und Frankreich (36,0 Milliarden Euro) aus. Mehr Waren importiert als dorthin exportiert wurden aus China. Für dieses Land wies der deutsche Außenhandel im Jahr 2015 einen Importüberschuss von 20,3 Milliarden Euro aus.

Die vollständige Rangfolge der Handelspartner Deutschlands finden Sie HIER

Unser Blick auf die Textil - und Bekleidungsbranche

Wie der aktuelle Konjunkturbericht des Gesamtverbandes textil + mode zeigt, stiegen die Exporte in 2015 insgesamt um +1,2 % im Vergleich zum Vorjahr, dabei im Textilbereich stärker (+1,6 %) als im Bekleidungsbereich (+0,9 %). Prägend fu?r das Jahr 2015 war erneut der Einbruch der Exporte nach Russland um ca. -30 %. Seit 2013 gehen die Exporte nach Russland in der Textil- und Bekleidungsindustrie damit um knapp 400 Mio. Euro oder knapp -40 % zuru?ck. Dass die Exporte dennoch leicht steigen, ist der Tatsache zu verdanken, dass die Unternehmen alternative Absatzmärkte u?berproportional entwickeln können. Besonders in die EU und in die USA können deutliche Exportzuwächse generiert werden.

Die Importe sind in 2015  um +5,1 % gestiegen. Während lediglich +1,8 % mehr Textilien importiert wurden, stiegen die Einfuhren im Bekleidungssegment um +6,3 % im Vergleich zum Vorjahr an. Interessant dabei ist, dass inzwischen nicht nur die klassischen Sourcing-Länder wie China und Bangladesch deutlich mehr nach Deutschland exportierten,  sondern auch andere asiatische Länder wie Vietnam oder Kambodscha ihre Bekleidungsausfuhren steigern konnten. Das Importvolumen aus Europa änderte sich vergleichsweise kaum.

Den gesamten Konjunkturbericht von textil+mode finden Sie HIER