03/04/2020 – Deutschland näht – täglich aktualisiert!

Corona: Textilproduzenten stellen auf Mund-Nasen-Masken um

Mund-Nasen-Masken: textile network dokumentiert die Produktionsumstellung der Textil- und Bekleidungsindustrie zum Schutz der Bevölkerung.

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Wie gut, dass es sowas noch gibt. Deutschland näht. Dem vorausgegangen war ein hörbarer Aufschrei von Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken sowie Privatpersonen. Es fehlten zum Beispiel Abermillionen Mund-Nasen-Masken, die die Gefahr von gefährlichen Tröpfcheninfektion bei Covid-19 verringern. textile network dokumentiert – täglich aktualisiert – die Produktionsumstellung unserer Branche zum Schutz der Bevölkerung. © Maridav/stock.adobe.com

 
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Deutschland näht – die Nachfrage nach Mund-Nasen-Masken ist enorm, die Textil- und Bekleidungsindustrie richtet sich danach aus, um zu helfen. textile network dokumentiert bis auf weiteres die Produktionsumstellung. © Eickelit

 

Baden-Württemberg

- Trigema (Burladingen):

Der Sport- und Freizeitbekleidungshersteller hat die Produktion von Mundschutzmasken aufgenommen. 100.000 sollen demnächst wöchentlich gefertigt werden. Die Masken werden vorrangig an Bedarfsträger geliefert und sollen nach Ostern auch im Zehnerpack im Online-Shop erhältlich sein.

- Mey Bodywear (Albstadt):

Laut Geschäftsführer Matthias Mey will der Produzent hochwertiger Unterwäsche mehrfach verwendbaren Mundschutz aus 90 °C waschbarer Baumwolle auflegen. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich an Kliniken und medizinische Einrichtungen.

- Moldex-Metric (Walddorfhäslach):

Der Atemschutzmasken-Hersteller hat auf ausbleibende Lieferungen aus China und europäischen Nachbarländern reagiert und die Produktion von FFP-Masken, die vor Aerosolen und Staubpartikeln schützen, ausgeweitet. Dafür arbeitet die Belegschaft seit Mitte März dreischichtig und sonnabends.

- Maute + Renz Textil (Albstadt):

„ProtectMe“ heißt der alltagstaugliche wie modische Mund- und Nasenschutz des Strickspezialisten. Das bakteriostatische Produkt in Loopform besteht aus der klinikerprobten Hightechfaser Trevira Bioactive. Der textile Schutz hat eine erstaunlich hohe Filterleistung, wie Luftdurchsatzmessungen im Labor der Hochschule Albstadt bestätigten. Diese Eigenschaft wird durch eine extrem feine Stricktechnik unter Verwendung der Microfaser – 20x dünner als das menschliche Haar – und dauerelastischem Elastan erzielt.

- Alfred Apelt (Oberkirch):

Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen hat im Eiltempo seine Produktion umgestellt und näht ab sofort neben Dekostoffen, Bett- und Tischwäsche auch Mund-Nasen-Masken.

- Novila (Neustadt):

Um Kurzarbeit zu vermeiden, hat der Feinwäschehersteller umgeschwenkt. Außen Popeline, innen feiner Jersey: Die neuen Mund-Nasen-Masken komplett aus waschbarer Baumwolle werden jetzt parallel zu feinster Tag- und Nachtwäsche hergestellt und kann im Online-Shop bestellt werden.

- von Jungfeld (Mannheim):

Gemeinsam mit einer deutsch-tschechischen Holzmanufaktur hat das junge Modelabel eine Aktion gestartet. Statt Socken und Holz-Accessoires sollen wöchentlich 1.000 wiederverwendbare Baumwollmasken produziert werden. Zitat von der Webseite: „Du hast neben dem Kauf einer normalen Maske die Möglichkeit, eine Soli-Maske zu kaufen. Du erhältst deine Maske ganz normal. Mit dem Aufpreis produzieren wir jedoch zum Selbstkostenpreis weitere Masken, die Menschen in Not kostenlos beziehen können.“

- Schiesser Gruppe (Radolfzell)

Die Schiesser Gruppe stellt die nun freiwerdenden Näh- bzw. Produktionskapazitäten, interessierten Drittfirmen zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die aus der fachspezifischen Branche kommen, über das erforderliche Know-how verfügen und die entsprechend hohen Normen erfüllen. Einer der reinen Nähbetriebe in der Slowakei sei bereits durch einen Staatsauftrag zur Produktion von Schutzmasken ausgelastet.

- Medima (Albstadt):

Medima, der bekannte Produzent von Wärmewäsche schwenkt auf textilen Mundschutz für den nichtmedizinischen Bereich um. Wöchentlich 5.000 Stück und mehr könnten laut Geschäftsführer Tobias Katz hergestellt werden.

- Wiederbelebt (Stuttgart):

Die 2015 gegründete Näherei hat schnell auf Hilfrufe von Hebammen, Apothekern und Privatleuten reagiert. Statt Designer-Kleidung werden nur noch Masken genäht – bisher 1.000 Stück pro Tag. Sarah Kürten, die Chefin, peilt jetzt verdoppelte Stückzahlen an.

- Baran Maßkonfektion (Walldürn):

Hochwertige Hemden und Maßanzüge müssen warten; Vorrang haben jetzt Schutzmasken, die auch in der Region verkauft werden.

- Rösch Fashion (Tübingen):

Die Nachtwäsche-Fertigung muss eine Pause einlegen: Jetzt wird beim Modespezialisten auf nicht zertifizierte Stoffmasken umgestellt. Das Unternehmen peilt die Produktion von wöchentlich 100.000 Stück an.

- Sanetta (Messstetten):

Auch der Baby- und Kinderbekleidungshersteller setzt in Krisenzeiten auf die Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken für Kliniken und für private Besteller.

- Hugo Boss (Metzingen):

Die Weltmarke lässt ab April am Stammsitz in Metzingen über 180.000 Mundschutzmasken produzieren. Sie sollen nach Informationen der Südwestpresse an öffentliche Einrichtungen gespendet werden. Die Baumwoll-Artikel sollen bis zu 50 Mal in der Waschmaschine gewaschen werden.

- Fashion Accessoires & Bodywear (Albstadt):

Der Unterwäschehersteller hat seine Produktion ebenfalls auf Mund- und Nasenschutz für Erwachsene und Kinder umgestellt. Ein Drittel der Produktion soll jetzt, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „für systemrelevante Produkte“ eingesetzt werden. Zunächst sind bis zu 200.000 Masken wöchentlich geplant.

- Freudenberg & Co. KG (Weinheim):

In der Corona-Krise will der Mischkonzern die Vliesstoff-Herstellung für Mundschutzmasken intensivieren. Dazu sollen nach Unternehmensdarstellung zusätzliche Kapazitäten über die bestehende Produktionslinie in Kaiserslautern, auf der Basismaterial für die Schutzutensilien gefertigt wird, geschaffen werden.

- Comazo (Taifingen):

Der Unterwäschehersteller steht unmittelbar vor dem Start der Produktion von Mund- und Nasenschutzmasken sowie weiterer Schutzkleidung. Die Artikel sollen im firmeneigenen Onlineshop für Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen und Privatpersonen verkauft werden. Angeboten werden ein medizinisch zertifizierter FFP“-Mundschutz aus Vliesstoff und Meltblown-Filtermaterial, ein wiederverwendbarer Textil-Mundschutz aus einem bis 95 Grad waschbaren Baumwoll-Elastan-Gemisch sowie in der Basisvariante ein einfacher Mundschutz aus Polypropylen-Vliesstoff.

- Maier Textil (Bisingen):

Seit einer Woche stehen parallel zu Baby- und Kinderwäsche Mund-Nase-Masken und Schutzkittel auf dem Produktionsprogramm. Infolge der Teil-Produktionsumstellung sollen 8000 Masken und 700 Schutzanzüge ausgeliefert werden.

- Speidel (Bodelshausen):

Der Spezialist für Damen-Feinwäsche hat seine Produktion erweitert und startet mit der Herstellung von Mund- und Nasenschutzmasken. Sie bestehen aus 100 Prozent Bio-Baumwolle (zweilagig) und sind bei 95 Grad waschbar. Der Stoff für die Masken wird in Baden-Württemberg produziert, konfektioniert und genäht wird der textile Gesichtsschutz in den eigenen Betrieben in Ungarn und Rumänien.

 

Bayern

- Trans-Textil (Freilassing):

Der Spezialist für Schutztextilien ist eine von drei Textilfirmen im Freistaat, die im Auftrag des Staatsministeriums für Wirtschaft waschbare Mund-Nasen-Masken im Mehrwegsystem näht. Dabei kommen hauseigen hergestellte viren- und bakteriendichte OP-Tücher zum Einsatz.

- Eterna (Passau):

Der Hemdenhersteller hat sein Werk in der Slowakei auf die Schutzmasken-Produktion umgestellt. Ziel sei es, 25.000 Masken/Tag im Auftrag der dortigen Landesregierung zu fertigen.

- Urbandoo/Manomama (Augsburg):

Nachtschichtarbeit in den Firmen der Star-Gründerin Sina Trinkwalder: Der noch vor der Pandemie vorgestellte neuartige Urbandoo-Schal mit integriertem Atemfilter erweist sich als Umsatzbringer. Das Produkt ist mit Wartezeiten online bestellbar.

- Sandler (Schwarzenbach):

Der Vliesstoffhersteller liefert täglich eine Volumen an Spezial-Vlies aus, das für die Herstellung von fünf Millionen Schutzmasken zum Einsatz in OP-Sälen bzw. in klinischen Reinräumen benötigt wird.

- Zettl Automotive (Wenig):

Von Auto-Interieur und Sitzbezügen ist es technologisch offensichtlich kein weiter Weg bis zu Schutzmasken. Das bayerische Unternehmen kooperiert in diesem Fall mit dem Vliesstoffhersteller Sandler, der Material für 1 Mio. Schutzmasken liefert. Sie gehen ausschließlich an Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen.

- Schaumstoffe Wegerich (Würzburg):

Gesichtsmasken aus eigener Produktion gehören zum neuesten Angebot des Matratzenherstellers. In den nächsten Wochen sollen über 100.000 Stück genäht werden. Obwohl nicht zertifiziert, kann solcher Mundschutz beispielsweise im Pflegebereich und beim Reinigungspersonal in Krankenhäusern gute Dienste leisten. Die Masken sind bei 60 °C waschbar und wiederverwendbar.

- Trixi Schober (Passau):

Dass auch kleine Unternehmen helfen können, beweist das Modeunternehmen. Nach Auslieferung der Frühjahrskollektion und Umstellung der Produktion kann jetzt statt hochwertiger Damenmode auch textiler Gesichtsschutz genäht werden. Einige hundert Masken wurden bereits gefertigt, mit denen auch ein ortsansässiger Pflegedienst unterstützt wird.

- Daller Tracht (München):

Statt Dirndl in Kurzarbeit werden jetzt beim Produzenten von Trachtenmode wiederverwendbare Behelfsmasken aus Baumwolle in Vollzeit genäht. Geschäftsführer Benedikt Daller hält bis zu 1.000 Masken täglich für möglich. Das Besondere: Beim Mundschutz aus Bayern kommen auch Stoffe mit Trachtenmuster zum Einsatz. Die Masken können von privat auf der firmeneigenen Homepage bestellt werden.

- Michel Bekleidungsmanufaktur (Königsberg):

Obwohl die unterfränkische Lohnnäherei mit Blick auf unterbrochene Liefer- und Absatzketten für hochwertige Damen- und Herrenmoden Kurzarbeit anmelden musste, wird an den Näh-Arbeitsplätzen mit 20 Näherinnen und einigen Minijobbern eifrig gearbeitet. Nach dem Motto „Aufgeben ist auch keine Lösung“ werden jetzt täglich zwischen 3.000 und 5.000 textile Mundschutzmasken (auch für Kinder) gefertigt. Markus Belte, geschäftsführender Gesellschafter, gegenüber textile network: „Wir könnten die Produktion mit mehr Mitarbeitern direkt auf 10.000 bis 15.000 pro Tag erhöhen.“ Ab April sollen vorerst nur Kunden aus dem Pflegebereich beliefert werden.

- Trim GmbH (Großmehring und Braunschweig):

Umgeschwenkt hat das bayerische Unternehmen mit Niederlassung in Braunschweig um Kurzarbeit zu vermeiden - von der Entwicklung für Autositzbezüge nun zur Herstellung von Mund-Nasen-Masken für Erwachsene und Kinder aus 100% Baumwolle.

- Aircraft Cabin Modification (Memmingen):

Der internationale Luftfahrt-Zulieferer ACM Aerospace hat die Produktion von Flugzeug- und Helikopter-Bauteilen zum Teil auf textile Schutzausrüstung umgestellt. Erste Aufträge dafür sind nach der Prototypen-Fertigung von Schutzkitteln und Mund-Nasen-Masken bereits eingegangen; die Produktion sei angelaufen, hieß es.

 

Berlin

-Bianco Evento:

Der Brautmodenhersteller Bianco Evento will nach Produktionsumstellung künftig auch Schutzkleidung und Mundschutzmasken verkaufen. Im Wochenrhythmus sollen 35.000 Masken und 5.000 Kittel gefertigt werden. Damit sollen vorrangig Kliniken, Pflegeheime, Behörden unterstützt werden.

- CharLe:

Das von Mandy Geddert vor zehn Jahren gegründete Label für sustainable kids fashion näht Behelfs-Schutzmasken für Kinder und Erwachsene. Die Kleinsten tragen ihre Stoffrestmasken mit solchen Motiven wie „Blume“, „Frosch“ oder „Eis“ mit Stolz – und vermindern damit die Ansteckungsgefährdung. Aufgrund der Flut an Bestellungen kooperiert die Firma inzwischen mit der benachbarten Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und nutzt für Zuschnitt & Co. die technischen Möglichkeiten des Fachbereichs Gestaltung/Bekleidungstechnik. Die nicht zertifizierten Masken sind wiederverwendbar und bei 95 Grad bzw. 134 Grad wasch- bzw. sterilisierbar.

- Atelier Pink Passion:

Die Berliner Opernhäuser und Bühnen sind geschlossen. Deshalb schwenkt das Kostümatelier wie an anderen bedeutenden deutschen Bühnenstandorten ebenfalls auf das Nähen von textilem Mundschutz um. Die Stoffmasken sind nicht zertifiziert; sie bestehen aus 100% Baumwolle, weshalb sie bei 95 Grad waschbar und daher wiederverwendbar sind. Wie Gewandmeisterin Luisa Thiel mitteilte, sind die Kostümmacher in der Lage, davon 1.000 Stück in der Woche zu produzieren.

 

Bremen

Atelier Pink Passion:

Die Berliner Opernhäuser und Bühnen sind geschlossen. Deshalb schwenkt das Kostümatelier wie an anderen bedeutenden deutschen Bühnenstandorten ebenfalls auf das Nähen von textilem Mundschutz um. Die Stoffmasken sind nicht zertifiziert; sie bestehen aus 100% Baumwolle, weshalb sie bei 95 Grad waschbar und daher wiederverwendbar sind. Wie Gewandmeisterin Luisa Thiel mitteilte, sind die Kostümmacher in der Lage, davon 1.000 Stück in der Woche zu produzieren.

 

Hamburg

- Made of Veddel:

 Wo bisher internationale Mode von Hamburger Frauen mit Migrationshintergrund gefertigt wurden, stehen jetzt #YOUROPE-Masken mit den Europasternen, die auch handgenäht werden können, im Mittelpunkt. Der unifarbene Gesichtsschutz wird u. a. auch Upcycling-Materialien gefertigt. In dem vor elf Jahren von Designerin Sibilla Pavenstedt gegründeten Integrationsprojekt können Frauen ohne Ausbildung eigenes Geld verdienen.

Clownsails Segelmacherei:

Um Arbeitsplätze zu sichern, hat der Betrieb von Frank Schönfeldt jetzt die Segel- und Taschenfertigung zugunsten von MSN-Masken heruntergefahren. Der Tröpfchenschutz wird mit Logo und Wunschdesign im eigenen Online-Shop angeboten.

 

Hessen

- Sophia Schneider-Esleben (Kassel)

Die Nachhaltigkeits-Designerin hat eine NoWaste-Maske entwickelt, die aus den BioBaumwoll-Stoffresten ihrer Kollektion hergestellt werden. Die mit Aquarellen ihres Großvaters, Paul Schneider-Esleben, bedruckten Mund-Nasen-Masken sind dreilagig, das Zwischenmaterial ist atmungsaktiv und wasserabweisend, jedoch nicht FFP-zertifiziert und nicht geprüft. Sehr schick, nachhaltig und geschützt vor Husten, Niessen oder sich ins Gesicht fassen. Erhältlich als 4-er Pack in ihrem Online-Shop.

- Kiwifash/Kama Textil (Kassel):

Ex-Tennisstar Nicolas Kiefer (ehemals Nummer vier im ATP-Ranking) stellt jetzt mit seiner Modefirma auch Behelfs-Mund- und Nasenmasken her, die im Onlineshop des Freizeitbekleiders erhältlich sind. Das Material dafür besteht aus 100 Prozent Polyeste. Es stoppt durch Polygiene-Ausrüstung das Wachstum von Bakterien und sorgt damit für anhaltende Frische.

 

Niedersachsen

- Prevent (Wolfsburg):

Eigentlich auf Sitzbezüge spezialisiert, hat der Autozulieferer jetzt freie Kapazitäten für die Herstellung von Schutzbekleidung, darunter Kittel, Schutzmasken und Schutzanzüge, umgewidmet. Laut Geschäftsführung ist die Produktion in der aus Bosnien-Herzogewina stammenden Firma im Heimatland bereits angelaufen; es wird mit der baldigen Lieferung textiler Schutz-Produkte in „sechsstelliger“ Höhe nach Deutschland gerechnet.

- Wilvorst Herrenmoden (Northeim):

Privatkunden hergehört: Mit wöchentlich mindestens 50.000 Masken für Mund und Nase hat das Unternehmen für festliche Herrenmode auf die Herausforderungen der Zeit reagiert. Weil die Masken zum Eigen- und Fremdschutz vor Tröpfcheninfektionen dringend gebraucht werden, könne die Produktion auch noch gesteigert werden, heißt es aus der Geschäftsführung. Um die Nähkapazitäten weiter auszulasten, solle die Angebotspalette nach einer Firmeninformation demnächst um Schutzkittel erweitert werden.

- Sunsail Hartmann (Nordstemmen):

Mit 70 Behelfsmasken am Tag verkleinert die eigentlich auf hochwertige Sonnensegel spezialisierte Näherei die Angebotslücke. Die Masken, die vor allem das eigene Hygieneverhalten verbessern sollen, bestehen aus Badgetex-Material, einem formstabilen und waschbaren Stoff.

- PW Lederdesign (Hannover):

Lederdesignerin Petra Warneke fertigt seit 14 Tagen selbstgenähte Gesichtsmasken aus Baumwolle und Leinen – zunächst auf Wochenmarkten gegen eine Spende anzubieten, jetzt neuerdings auch über das Internet. Die Nachfrage ist inzwischen so groß, dass sie dafür mit der Textildesignerin Orike Muth zusammenarbeitet.

- Bea & Mai (Wilstedt):

Weil Wochenmärkte als ihr bevorzugter Vertriebsweg für Kinder- und Damenmode in Corona-Zeiten nicht mehr zur Verfügung stehen, haben sich die vier Mitarbeiter das Labels spontan auf das Schneidern von Stoffmasken verlegt. Täglich werden jetzt in Heimarbeit rund 100 Stück aus doppellagiger Gaze gefertigt – gedacht u. a. für örtliche Arztpraxen, Krankenpflege und Kindergärten.

- Thomas Holding (Bremervörde):

Der Hersteller von Lattoflex-Betten hat auf Anregung der Mitarbeiter die Fertigung von textilem Mundschutz in zwei Varianten gestartet.

 

Nordrhein-Westfalen

- Fast52 (Bielefeld):

Der technotextile Bekleidungshersteller hat jetzt mehrere Sorten von Online-bestellbaren Schutzmasken im Angebot. Sie haben keine Zertifizierung als medizinisches Produkt; verstehen sich vielmehr als regional produziertes Mehrwegprodukt aus 100 Prozent mikrofeinem Recycling-Polyester.

- Moss (Lennestadt):

Eben noch großflächige Textilbilder, jetzt mit Schutzmasken für den semiprofessionellen Einsatz im Kampf gegen das Corona-Virus. Im Sauerland fertigen ab sofort 30 Näherinnen statt Kurzarbeit täglich 1.000 Stück; Tendenz (je nach Materialverfügbarkeit) steigend. Die Masken werden zum Selbstkostenpreis u. a. von Feuerwehren geordert; das Düsseldorfer Gesundheitsministerium zeigte sich interessiert.

- Eickelit (Bielefeld):

Seit mehr als 90 Jahren ist das Bielefelder Unternehmen eigentlich Hersteller von speziellen Schleif- und Polierwerkzeugen für die Industrie. Dabei werden auch Baumwollstoffe verarbeitet – im Moment zu täglich mehr als 1.000 Stück Mundschutzmasken in Handarbeit. Die Behelfsmasken sind ausschließlich für den Fremdschutz gedacht und „bestens als Schutz vor der Verbreitung des Corona-Virus geeignet“, so Eickelit-Geschäftsführer Martin Strampfer.

- Reifenhäuser Reicofil (Troisdorf):

Zwei Meltblown-Versuchsanlage im Technikum des Textilmaschinenherstellers produzieren jetzt im Dauerbetrieb das für Atemschutzmasken dringend benötigte Material. Die im Vierschichtbetrieb produzierte Tagesmenge reicht vergleichsweise für eine Million Gesichtsmasken. Parallel dazu hat der Anlagenbauer mit Blick auf die Corona-Krise seine Lieferzeiten zum Aufbau zusätzlicher Kapazitäten drastisch verkürzt.

- Lana (Aachen):

Das Modeunternehmen reagiert einfallsreich auf die Virus-Bedrohung und stellt lokalen Netzwerken Stoffzuschnitte aus Bio-Baumwollstoffe zur Fertigung von Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung. Parallel ist in der eigenen Musternäherei die Produktion dieser Schutztextilien angelaufen. Die Firma hat außerdem eine Nähanleitung ins Netz gestellt und fungiert für die von Freiwilligen fertiggestellten Masken als Sammelstelle. Die Masken werden bedürftigen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

- RWTH-Institut für Textiltechnik (Aachen):

Mit dem gemeinnützigen Plattformprojekt NeedMask reagieren die Textilforscher auf die erhöhte Nachfrage nach medizinischen FFP2-Masken und Schutzkleidung. Die gleichnamige Webplattform (need-mask.com) will auf europäischer Ebene Produzenten dieser Artikel mit institutionellen Bedarfsträgern zusammenbringen und damit Bestellungen zwischen 10.000 bis 50.000 Stück kanalisieren.

- Sitex Textile Dienstleistungen (Minden):

Die erste private deutsche Krankenhauswäscherei vermeldet die Entwicklung einer Weltneuheit: die erste funktionierende Mehrwegmaske. Der qualitativ hochwertige Mundschutz werde nach Firmeninformationen auch nach der Corona-Krise bei Operationen benötigt.

- Cove - Die Maßschneider (Düsseldorf):

In der über zahlreiche Produktionsstätten verteilten Herrenmaßschneiderei sind Mund-Nasen-Masken aus feinem Hemdenstoff jetzt der aktuelle Produktrenner. Laut Bild sind mit der Produktion des kochfesten Mundschutzes bereits fast 50 Schneider befasst. Täglich werden 2.000 Masken fertiggestellt. 1,20 Meter Stoff reicht für 20 Stoffmasken.

- DH Textilpflege (Emmerich):

Die Wäscherei bereitet neuerdings als Service für Krankenhäuser und Arztpraxen im Kreis Kleve kostenlos Einweg-Masken auf. Gewaschen wird nach standardisiertem chemothermischen Desinfektions-Prozess.

- Bugatti (Herford):

In der Lehrwerkstatt des Bekleidungsspezialisten surren die Nähmaschinen gegen die Covid19-Krise: Statt Kleidung mit chic steht Mundschutz aus Baumwolle auf dem Programm – zunächst für ein benachbartes Physiotherapiezentrum.

- Setex Textil (Hamminkeln-Dingden):

Die drei neuen Mundschutz-Artikel des Heim- und Objekttextilproduzenten vom Niederrhein sind durchweg wasch- und wiederverwendbar. Sie sollen nach Firmenangaben auf ebay vertrieben werden.

- Zestnik (Solingen):

Seit 1963 ging es bisher immer um DOB-Kleinserien, Musterteile, Messemuster sowie Modelentwicklung, jetzt sollen die zehn Näharbeitsplätze durch die Fertigung von Mundschutz ausgelastet werden. Geschäftsführer Milan Cestnik plant, die Produktion mit Blick auf regionale Abnehmer aus dem Einzelhandel, von Behörden und Gesundheitseinrichtungen auf der Basis von vorhandenen Reststoffen auf wöchentlich 3.000 bis 5.000 Stück umzustellen. „Wir würden die Masken fast zum Selbstkostenpreis abgeben“, suchen dafür jedoch noch einen Vertriebspartner.

- Mrowinski-Mielke (Duisburg):

Exklusive Tanzbekleidung bis neulich noch, jetzt textiler Mund-Nasen-Masken: Die beiden Betreiber des Shops Danceclusive haben ebenfalls auf die Corona-Gefahren reagiert – und produzieren zunächst für den Freundes- und Bekanntenkreis Stoffmasken, die mittlerweile auch online bestellt werden können.

- Raumdesign Dommers (Duisburg):

Im hauseigenen Nähatelier des Fachmarkts für Raumdesign pausiert jetzt die Maßanfertigung von Gardinen und Funktionstextilien. Stattdessen nähen Azubis seit einigen Tagen Stoffmasken aus Baumwolle, die laut Geschäftsführer Peter Dommers an soziale und andere Einrichtungen in Duisburg gespendet werden.

 

Rheinland-Pfalz

- HB Protective Wear (Thalhausen):

Der PSA-Spezialhersteller hat kurzfristig einen waschbaren Mehrweg-Mundschutz aus Reinraumgewebe entwickelt. Er wird in zwei Ausführungen (mit Bindebändern oder mit Gummizug) gefertigt und kann ab einer Mindestbestellmenge von 300 Stück geordert werden. Die Produktion für, wie es heißt, „größere Bedarfe“ läuft in den nächsten Tagen in Deutschland und bei osteuropäischen Partnern an. Der HB-Mundschutz ist kein Medizin- noch PSA-Produkt und soll vorrangig vor Staub und Flüssigkeitsspritzern schützen. Einer Firmeninformation zufolge will der PSA-Hersteller ab sofort 0,50 Euro vom Verkaufserlös jeder MSN-Maske gemeinnützigen Einrichtung in der Region wie Freiwillige Feuerwehr oder an Organisationen spenden, die in der medizinischen und sozialen Betreuung tätig sind.

- Hanes Brands (Rheine):

Die zum Konzern gehörende Marke NUR DIE, bekannt für Fein- und Strickwaren sowie Damenwäsche aus Supermarkt und Drogerie, hat mit ihrem technischen Background auf das Ansteigen der Fallzahlen in der Coronakrise reagiert. So werden derzeit in den konzerneigenen Produktionsstätten, die über die technischen Gegebenheiten verfügen, textile Schutzmasken hergestellt.

 

Sachsen

- Biehler Sportswear (Limbach-Oberfrohna):

Wiederverwendbare Mund-Nasen-Schutzmasken ergänzen neuerdings das Sortiment des sächsischen Radsportbekleiders. Das Unternehmen, das mit Softorthesen bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der medizinischen Textilien gemacht hat, bietet mit Blick auf das Gesundheitswesen und Supermärkte zwei Baumwoll-Produkte an: einen Basis-Mundschutz und einen zertifizierten Mund- und Atemschutz, allesamt kochfest, waschbar und wiederverwendbar. Demnächst soll es auch zertifizierten Varianten für den Einmalgebrauch geben.

- F. W. Kunath (Großröhrdorf):

Beim Berufsbekleidungshersteller für medizinisches Personal boomt gerade das Segment Mund-Nasen-Schutzmasken. Laut Spiegel-Online arbeitet das Unternehmen inzwischen 100.000 Neubestellungen ab. Vor allem Kliniken werden beliefert. Das Unternehmen hatte einen Mitwirkungsaufruf an qualifizierte Näherinnen aus der Region gestartet und daraufhin ein solidarisches Echo erhalten.

- Brändl Textil (Geyer):

Der Heim- und Objekttextilhersteller will sein innovatives und antibakterielles Gewebe auf der Grundlage von Silberfäden jetzt gegen Keime im Krankenhaus und aktuell die latente Unterversorgung mit Mundschutz in Position bringen. Geschäftsführer Jörg Brändl gegenüber dpa: „Aktuell entwickeln wir unter Hochdruck einen Mundschutz und OP-Bekleidung aus unserem Material.“ Die Wirkung des zu Duschvorhängen verarbeiten Materials war in einer Studie an der Uniklinik Dresden bestätigt worden. Die erste Auslieferung ist für April vorgesehen.

- Norafin (Mildenau):

Der Hersteller von Schutzbekleidungs-Vliesstoffen hat auf die erhöhte Nachfrage nach Atemschutzmasken mit der Eigenproduktion für Einwegartikel reagiert. Bei der Masken-Komplettlösung in zweilagiger Konstruktion kommen wasserstrahlverfestige Vliese zum Einsatz. Der Atemschutz ist erstrangig für die medizinische Erstversorgungen wie auch für Pflegeeinrichtungen und die Polizei gedacht. Parallel dazu wird ein eigener Onlineversand für Bevölkerungs-Anfragen aus dem unmittelbaren Umfeld aufgebaut.

- Raetz Textilien (Kamenz):

Die Firma für Damenmode näht jetzt Schutzmasken aus 100 Prozent Baumwolle. Außerdem werden MSN-Masken KN99 (vergleichbar mit FFP2-Standard) sowie Mundschutzmasken mit CE-Erklärung gefertigt.

Frottana-Textil (Großschönau):

Waschbarer Mund-Nasenschutz für Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen stehen jetzt neben Handtüchern, Bademäntel und Bettwäsche auf dem Produktionsprogramm. Die Masken sind waschbar; der dafür verwendete Stoff ist als bakterien- und virendicht eingestuft.

- Luvo Impex (Oelsnitz):

Dreilagige Filtermaterialien, die für die Herstellung von Atemschutzmasken der Klasse FFP2 eingesetzt werden, sind das Grundmaterial für den nicht zertifizierten Mundnasenschutz der vogtländischen Textilfirma. Die Maske hat eine Standardabmessung von 20 cm x 17 cm und empfiehlt sich nach Mitteilung von Geschäftsführerin Steffi Volland zum Gebrauch in öffentlichen Einrichtungen.

ITM (Dresden):

Zusammen mit Partnern gelang es am ITM der TU Dresden, in kurzer Zeit eine Technologie zur Herstellung 3D gestrickter Mund-Nasen-Masken zu entwickeln – ganz ohne Konfektionierung, wie in einer Pressemitteilung betont wird. Die auf einer Flachstrickmaschine des Textilforschungsinstituts gefertigten Masken sind mehrmals verwendbar, bestehen aus Baumwolle und Elasthan und sind somit auch wasch- und trocknergeeignet. Die Maske besitzt eine Tasche, in die temporär noch zusätzlich Filterstrukturen integriert werden kann.

Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (Chemnitz):

Der Regionalverband hat eine Liste mit 20 Mitgliedsfirmen ins Netz gestellt, die unterschiedliche Arten von Mundschutz nähen und anbieten. Zur Liste geht es HIER

Kuhn Maßkonfektion (Schneeberg):

Der erzgebirgische Maßkonfektionär arbeitet mit einem fränkischen Lufttechniker zusammen, um dreilagige Mundschutzmasken herstellen zu können. Die Firma aus Bürgstadt steuert dafür einen speziellen Luftfilterflies nach Oeko-Tex Standard 100 aus recyceltem PET-Flaschen bei. Das Inlay-Material ist deutlich wirksamer als ein einfacher oder auch doppellagiger textiler Mundschutz.

 

Thüringen

- Breckle Matratzenwerk (Weida/Thüringen):

Nach Investitionen in neue Maschinen verlassen jetzt täglich 10.000 Masken den Betrieb; in wenigen Tagen soll auch die Produktion von Schutzanzügen anlaufen. Weitere Voraussetzung für die Produktionsumstellung waren u. a. die Umschulung von Polsterern und die Einführung von Nachtschichten ausschließlich für männliche Mitarbeiter.

- Peterseim Strickwaren (Mühlhausen):

Mit einer Sonderaktion macht der Strickwarenproduzent auf seinen wiederverwendbaren Behelfs-Mund-Nasenschutz für Erwachsene und Kinder aufmerksam. Das nicht nach DIN EN 14683 zertifizierte Hilfsmittel zum Bruttopreis von 5,95 Euro soll vor allem andere Personen vor möglicherweise über Mund oder Nase abgegebene Speichel- bzw. Schleimtröpfchen des Trägers schützen. Die Masken werden auch in kleinen Mengen abgegeben.

- Procave (Erfurt):

Neulich noch Matratzen- und entsprechende Schutzbezüge, jetzt Mund- und Nasenschutzmasken. Nach der Produktumstellung in Erfurt werden täglich rund 10.000 dieser Schutztextilien zur Vermeidung von Kurzarbeit und zur Verringerung der Ansteckungsgefahr produziert. Mit Blick vor allem auf öffentliche Einrichtungen sind die Masken im Zehnerpack im firmeneigenen Onlineshop erhältlich. Bei Bedarf, so die Firmenleitung, können auch Schutzkittel hergestellt werden.

- Autosattlerei Meenzen (Eisenberg):

Wegen der Corona-Krise sattelt die Autosattlerei im Wortsinne auf die Herstellung von Masken für Mund und Nase um. Kerngeschäft des Unternehmens sind eigentlich Schutzhüllen für Klaviere und Konzertflügel.

 

Sachsen-Anhalt

- Karlowsky Fashion (Wanzleben):

Auch der Hersteller von Gastro- und Hotellerie-Bekleidung sattelt auf Mund-Nasen-Masken als psychische Barriere gegen Tröpfcheninfektion um. Die nicht zertifizierten Artikel bestehen aus einer doppellagigen Stoffschicht und sind bei 95° waschbar. Durch die anpassungsfähige Bindung sind die Masken zudem für alle Kopfformen ausgelegt.

 

Österreich

- Smart Textiles Plattform Austria (Lustenau):

Vorarlberger Textilfirmen haben ihre Kompetenz zur Herstellung von dringend benötigten Mund-Nasen-Masken und Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 und FFP3 gebündelt. Die bereits vor vier Wochen gegründete Taskforce „Schutzmaske“ will zunächst täglich 8.000 Mund-Nasen-Masken produzierten. Netzwerkchef Günther Grabher: Die Entwicklung von FFP-Schutzmasken werde in enger Abstimmung mit den Behörden in Wien in den nächsten Tagen abgeschlossen. „Sie sind komplexer aufgebaut und haben mehr Bestandteile.“

- Wirtex (Frühwärts):

„Auf Hochtouren“ werden jetzt vom niederösterreichischen Frottierwaren-Hersteller Behelfs-Mundschutzmasken für Ärzte und Pfleger produziert. Sie sind wiederverwendbar und bei 95 °C waschbar und im Onlineshop auch für Privatpersonen erhältlich. Das Unternehmen sucht Weberinnen und Näherinnen zur Verstärkung.

- Herka (Kautzen):

Die Frottierweberei könnte sofort mit der Produktion von textilem Mundschutz beginnen, jedoch fehlen – weil die Grenzen ins Tschechische geschlossen und damit Berufspendler nicht mehr erreichbar sind – dazu die Arbeitskräfte. Jetzt werden dringend einheimische Fachkräfte gesucht, damit die Fertigung starten kann.

Elastica (Kuchl):

Als Industriebetrieb mit über 100%-iger Wertschöpfung in Österreich hat sich das Unternehmen entschlossen, freigewordene Kapazitäten in seiner modernen Näherei mit der Fertigung von Schutzmasken auszulasten.

La Hong (Wien):

Der Wiener Modeschöpfer hat sich auf das Nähen von MNS (Mund-Nasen-Schutz)-Masken spezialisiert, darunter auch einige Designer-Luxusstücke. Zahlreiche Masken gingen bereits an ein Kinder-Spital der Hauptstadt.

Nova Vertriebsgesellschaft (Terfens):

Der Tiroler Gleitschirmhersteller hat seine Näherei in Ungarn auf textile Schutzausrüstung – Gesichtsmasken und Schutzmäntel - umgestellt. Derzeit liegt die Kapazität des Werks in Pécs bei rund 4.000 nicht zertifizierte Masken pro Tag, kann aber noch erhöht werden.

 

Schweiz

- Wernli (Aargau):

Mit einer neuen Maschine aus China, Vlies aus Deutschland, Ohrenschlaufen aus Tschechien und Außenmaterial aus Ungarn startet der Verbandsstoff-Produzent ab April mit neuen Produkten: 140.000 Mund-Nasen-Masken als Reaktion auf den Versorgungsengpass.

- HeiQ (Bad Zurzach):

Mit dem Viroblock NPJ03 steht jetzt eine antivirale und antimikrobielle Textilbehandlung zur Verfügung. Sie hat sich beim Testen von Gesichtsmasken als wirksam gegen das humane Coronavirus erwiesen. Die neuartige Beschichtung kann zudem die Virusinfektiosität gegen die Influenza-Typen H1N1, H5N1, H7N9 und das respiratorische Synzytialvirus (RSV) senken.

- Lanz-Anliker (Rohrbach):

Beim Konfektionier von technischen Textilien mit Schwerpunkt Filtration und Medizinprodukte gehören jetzt auf Anregung von Ärzten aus der Region Bern auch wiederverwend- und sterilisierbare Atemschutzmasken zum Angebot. Das Unternehmen ist auf dem Weg, täglich 3.000 Stück mit Vlieseinlage herzustellen. Die ersten 700 Exemplare wurden bereits ausgeliefert.

- Triumph International/Mahle (Bad Zurzach/Stuttgart):

Atemschutzmasken nach dem FFP3-Standard werden jetzt in einem schweizerisch-deutschen Gemeinschaftsprojekt in Bad Zurzach hergestellt. Für die Masken mit hohem Protect-Standard, die wegen ihrer immensen Filterwirkung rund um Staub, Viren und Bakterien im medizinischen Bereich eingesetzt werden, haben der bekannte Wäschehersteller und der Stuttgarter Automobilzulieferer ihr Know-how gebündelt.

 

Haben Sie Hinweise auf weitere Aktivitäten aus der Textil- und Modeindustrie bzw. der Textilforschung? Bitte senden Sie uns gerne Ihre Informationen per E-Mail.