06/02/2018 – Trevira GmbH

Erfolgreich mit Spezialitäten

Trevira kann auf ein gutes Jahr 2017 zurückblicken. So konnte ein deutliches Mengenwachstum mit schwer entflammbaren Produkten generiert werden.

Das langfristige Engagement von Treviras Mutterkonzern, der thailändischen Indorama Ventures PCL (IVL) wurde im Mai 2017 nochmals bestätigt. Indorama übernahm die Anteile (25 Prozent) des früheren Joint-Venture-Partners und machte Trevira somit zu einer 100 prozentigen Tochtergesellschaft. Die Trevira GmbH profitierte weiterhin signifikant von den Synergien innerhalb des IVL-Konzerns und kann auf ein gutes Jahr 2017 zurückblicken.

Das Geschäft lief im Rahmen der Erwartungen. Die Absatzmengen lagen insgesamt im Plan, das Ergebnis konnte im Vergleich zu 2016 verbessert werden. Der Umsatz lag bei ca. 244 Mio Euro (2016: 230 Mio Euro). Insbesondere das Geschäft mit Spezialitäten wie den schwer entflammbaren Fasern und Garnen (Trevira CS), den pillarmen Bekleidungsfasern sowie den Bikomponentenfasern verlief erfreulich. Ein besonderes Plus war auch im Segment Automobil zu verzeichnen.

"Aufgrund der insgesamt günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der anhaltenden Belebung des europäischen Kontraktmarktes ist es uns wie bereit in den Vorjahren auch in 2017 gelungen, ein deutliches Mengenwachstum im Geschäft der schwer entflammbaren Produkte zu generieren", verlautbart aus dem Unternehmen. Im Bereich der Filamentgarne lag dieses sogar bei ca. 10 Prozent. Nach wie vor sind die Hauptabnehmer der flammhemmenden Trevira Fasern und Filamente die Hersteller in Europa (vor allem in Italien und Deutschland). Das Trevira CS-Geschäft mit der Türkei war in den ersten sechs Monaten durch die angespannte Lage belastet, konnte aber im 2. Halbjahr wieder zum Planniveau aufholen.

Trend zu Naturfaseroptiken

Sowohl im Bereich Stapelfasern als auch im Filamentbereich spielen Naturfaseroptiken weiterhin eine wichtige Rolle und wurden stark nachgefragt. Diesem Trend trägt die breite Palette an Multicolor- und Melangegarnen Rechnung, die Trevira als flammhemmende Qualitäten anbietet. Neben den im Markt verfügbaren Wolloptiken im Bereich der Fasergarne arbeitet Trevira zurzeit an Filamentgarnen, mit denen ebenfalls Wolloptiken erzielt werden können.

Ein weiteres wichtiges Wachstumssegment 2017 waren flammhemmende Biko-Fasern für das Einsatzgebiet Schallschutztextilien und Akustikpaneele. Zudem wuchs auch der Anteil an spinngefärbten Fasern und Filamenten im Trevira CS-Bereich für die Anwendungsgebiete in den Segmenten Heimtextilien und Automobil.

Flammhemmende Garne wurden auch verstärkt im Transportgeschäft nachgefragt. Ím Bus-Bereich konnte Trevira von der Verschärfung der Regelung Nr. 118-02 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) profitieren, die zukünftig für Fahrzeugsitze nicht nur das Bestehen eines horizontalen, sondern auch eines vertikalen Brandtests erforderlich macht.