04/11/2015 – Forschungskuratorium Textil

Forschungsbericht 2014 liegt jetzt vor

Neuer Rekord: 300 geförderte Textilforschungsprojekte

Kein Textilforschungsbericht in den 61 Jahren zuvor war so umfangreich: Der vom Forschungskuratorium Textil herausgegebene Bericht präsentiert die ganze Vielfalt der Branche in 293 Förderthemen. Wegen der hochinnovativen, forschungsnahen Produkte ist die mittelständisch geprägte deutsche Textilindustrie Exportweltmeister und liefert Hightech-Textilien aus den Bereichen Medizintechnik, Bautechnik, Geotechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Automobiltechnik in alle Welt.

Wenn es um den berühmten roten Faden bei technischen Textilien geht, steht angewandte Forschung zwischen den 16 Textilforschungsinstituten, weiteren Wissenschaftspartnern und der vorwiegend mittelständisch geprägten Industriebranche bei den Fördergebern ganz oben auf den Bewilligungslisten. „Trotz angespannter Mittelsituation in der IGF ist es uns erneut gelungen, zahlreiche hoch spannende textile Forschungsthemen – angeregt durch die Industrie –über alle Hürden hinweg im Wettbewerb der Förderprojekte durchzusetzen“, bilanziert Dr. Klaus Jansen, Geschäftsführer des Forschungskuratoriums Textil.

Als eines von 100 Branchengremien im Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) ist das Forschungskuratorium Textil mit jährlich mehr als 13 Millionen Euro Fördermitteln ein herausragender Adressat der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundeswirtschaftsministeriums. Auch beim Innovationsprogramm ZIM hat die Textilforschung im Vorjahr mit Auszahlungen von 16,7 Mio. Euro für insgesamt 416 Projekte zu den herausragend geförderten Technologiegebieten gehört. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der BMWi-Förderschiene INNO-KOM-Ost mit 4,2 Mio. Euro für 21 Projekte.

Einen Grund für die hohe Bewilligungsrate benennt Dr. Klaus Sprung, dessen AiF Projekt GmbH für das ZIM-Modul Kooperationsforschung verantwortlich zeichnet, in der soeben erschienenen Broschüre: „Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten textiler Produkte und Prozesse ermöglichen den Unternehmen, sich mit innovativen Produkten und Verfahren im Wettbewerb zu positionieren und zeigen neue Lösungsansätze für die Herausforderungen in den neuen Zukunftsfeldern Umwelt, Klimawandel, Sicherheit, Recycling usw. auf.“

Der 61. Textilforschungsbericht verzeichnet sämtliche bewilligten Textilforschungsprojekte 2014 und steht unter http://www.textilforschung.de/uploads/Forschungsbericht-2014.pdf zum Download zur Verfügung.

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit etwa 1 400 Unternehmen und mehr als 130 000 Beschäftigten im Inland die zweitgrößte Konsumgüterindustrie in Deutschland. Deutsche Textil- und Modeunternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 31 Milliarden Euro (davon 60 % Textil, 40 % Bekleidung) und sind damit in Europa führend. Textilunternehmen sind wichtige Zulieferer für Branchen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizin, Geotechnologie etc. Der Gesamtverband textil+mode (t+m) ist der Dachverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. t+m vertritt die Interessen der Branche in den Bereichen der Wirtschafts- und Sozial- sowie Tarif- und Bildungspolitik.

www.textil-mode.de

Das Forschungskuratorium Textil zählt zur Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF). Es koordiniert als Dachmarke der Textilforschung in Deutschland die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundes im textilen Sektor an 16 Textilforschungszentren. Das FKT ist organisatorisch eng mit dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie verbunden.

www.textilforschung.de