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17/08/2017 – Munich Fabric Start: Microfactory 4 Fashion

Realize now!

Für die Munich Fabric Start vom 5. bis 7. September 2017 haben sich mehrere namhafte Unternehmen zu einer Microfactory zusammengeschlossen.

Den Besuchern wird damit eine ineinandergreifende Lösung vom Entwurf bis zum finalen Kleidungsstück geboten. Digitalisierung heißt das Zauberwort, dass derzeit Unternehmen nahezu aller Branchen umtreibt. In der Bekleidungsindustrie ist die Digitalisierung von Arbeitsschritten bereits in vollem Gange. Jetzt gilt es, die Vorteile nicht nur in einzelnen Phasen der Produktentwicklung zu nutzen, sondern über die gesamte Prozesskette bis hin zum fertigen Produkt. Ein Zukunftsmodell sind Microfactories.

Zukunftsmodell Microfactories

Ziel ist es, Bekleidung kostengünstig und effizient zu produzieren – auch bei Losgröße 1. Das kommt dem Standort Deutschland zugute und schafft neue, spannende Arbeitsplätze in einer traditionsreichen Branche. Auf der Munich Fabric Start erhalten Messebesucher die Möglichkeit, das Entstehen eines Bekleidungsstücks Schritt für Schritt zu begleiten und sich vor Ort von der Durchgängigkeit der Prozesse überzeugen zu lassen. Sie können ein eigenes Laufshirt aus Materialien von Schoeller designen und dieses am Ende der Prozesskette fertig genäht in ihren Händen halten.

In vier Schritten vom Design zum Produkt!

CAD/Design: Start ist die kreative Gestaltung der Designs durch Mitwill Textile. Die Entwicklung des Designs in CAD erfolgt im Anschluss. Die korrekte Farbgebung wird durch die Verwendung der multispektralen Systeme der Firma Caddon und die damit erstellten digitalen Color-Books gewährleistet. Mit Hilfe einer 3D-Simulation wird das Design für den Zuschnitt und die Konfektion aufbereitet. Zu diesem Zweck werden identifizierende QR-Codes sowie Positionsmarker für die spätere Lageerkennung in den Produktionsauftrag eingebunden. Umgesetzt werden diese Schritte von der Assyst GmbH, einer Tochter der Human Solutions Gruppe sowie Printcubator by Mitwill.

Printing: Das TexPrint Programm der Firma ErgoSoft ermöglicht die farbverbindliche Aufbereitung der Design-Daten für den Digitaldruck. Anschließend erfolgt der Druck der individuellen Designs auf Transferpapier der Firma Coldenhove durch den Digital-Sublimationsdrucker von Mimaki. Der Thermotransfer auf Kalandern der Marke Heatjet sorgt für ein brillantes Druckbild. Als Systempartner bietet die Firma Multi-Plot Turnkey Solutions für die gesamte Prozessstufe. Die can:view Systeme der Firma Caddon stellen in diesem Kontext zugleich die visuelle sowie die messtechnische Farbkontrolle an allen involvierten Standorten in Echtzeit sicher.

Zuschnitt: Mit Hilfe der identifizierenden Tags wird der Auftrag kameragestützt erkannt. Aufgrund der integrierten Positionsmarker ist eine exakte Lageerkennung möglich und das Material wird gemäß den gewählten Auftragsparametern vollautomatisch zugeschnitten. Dieser Arbeitsschritt erfolgt auf modernsten digitalen Schneidsystemen der Zünd Systemtechnik AG.

Konfektion: Zuletzt werden die einzelnen Komponenten mit Ultraschall-Schweißmaschinen von PFAFF live zu einem fertigen Produkt zusammengefügt.

Elf Technologiepartner und Materialsponsoren

Insgesamt elf Technologiepartner und Materialsponsoren ermöglichen es, die komplette Prozesskette vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt in München live zu erleben. Koordiniert wird die Microfactory von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF). Hierzu Christian Kaiser, DITF Denkendorf: „Die gesamte Textil- und Bekleidungsbranche spricht über Digitalisierung und Industrie 4.0 – vieles ist aber noch Theorie. Wir machen auf der Munich Fabric Start die Praxis erlebbar und zeigen, wie effizient die Umsetzung von Trends und die schnelle Reaktion auf Marktbedürfnisse bereits ab Losgröße 1 sein kann!“