14/04/2026 – Marktbericht Haus- und Heimtextilien
Onlinehandel gewinnt an Relevanz
Der Markt für Haus- und Heimtextilien schrumpfte 2025 weiter. Parallel stieg der Onlineanteil, getragen von spezialisierten Plattformen und dem Ausbau digitaler Angebote im Handel.
Die Studie von IFH Köln und BBE Handelsberatung zeigte für 2025 ein Marktvolumen von 8,7 Mrd. Euro. Das entsprach einem Minus von 1,2 %. Für Anbieter entlang der textilen Kette bestätigte diese Entwicklung einen länger anhaltenden Trend. Kurzfristige Impulse während der Pandemie entfielen. Das Nachfrageverhalten fiel verhaltener aus und Anschaffungen im Wohnbereich wurden verstärkt aufgeschoben.
Teilmärkte unter Druck
Viele Warengruppen verloren weiter an Relevanz. Besonders betroffen waren textile Bodenbeläge. Sie wurden aus optischen und hygienischen Gründen zunehmend durch elastische Alternativen ersetzt. Eine Ausnahme bildeten Webteppiche. Kleinere Synthetik-Modelle hielten ihr Umsatzniveau über Jahre hinweg und konnten zuletzt sogar ein Plus verzeichnen. Abgesehen davon fehlten Wachstumstreiber.
Zuwachs im digitalen Vertrieb
Der digitale Vertrieb entwickelte sich dagegen dynamischer. Seit 2016 gewannen Onlinespezialisten wie Amazon, Otto oder Temu zwölf Prozentpunkte Marktanteil hinzu. Hersteller und stationäre Händler profitierten ebenfalls vom Onlineboom. Ihre digitalen Umsätze stiegen in diesem Zeitraum um 32 beziehungsweise 78 %. Damit veränderte sich das Wettbewerbsgefüge spürbar. Digitale Sichtbarkeit und effiziente Prozesse gewannen an Bedeutung.
Ausblick bis 2030
Die Prognose bis 2030 zeigt insgesamt eine moderat rückläufige Entwicklung. Die strukturellen Veränderungen im Markt für Haus und Heimtextilien bleiben damit bestehen. Für Unternehmen entsteht ein Umfeld, das stärker von Sortimentsfokussierung, Preisbewusstsein und digitalen Absatzkanälen geprägt ist.
